Schwerpunkt Technische Kommunikation

Produktwissen, das im Feld ankommt.

Betriebsanleitungen, Ersatzteilkataloge und Wartungspläne entstehen heute oft von Hand und neben dem PLM. Wir verbinden Redaktion, Produktdaten und Service, damit Ihre Produktinformationen aktuell bleiben, wenn sich das Produkt ändert.

Leitdaten
PLM, Stückliste, CAD
Redaktion
Module mit Metadaten
Auslieferung
Portal und Mobilgerät
Service
Wartung und Diagnose vor Ort
Rückmeldung aus dem Feld fließt zurück in die Redaktion
96
Tage bis zur Maschinenverordnung
Ab 20.01.2027 ist die digitale Betriebsanleitung erlaubt, 10 Jahre online.
02.02.2025
KI-Verordnung: KI-Kompetenz
02.08.2026
KI-Verordnung: Transparenz
11.09.2026
CRA: Meldepflicht
20.01.2027
Maschinenverordnung
11.12.2027
CRA: vollständig
Was das bedeutet
Grundverständnis

Disziplin, Organisation, Ergebnis

Drei Begriffe werden oft gleich verwendet, meinen aber Verschiedenes. Wer sie trennt, sieht schneller, wo im Ablauf etwas hakt.

Die Disziplin

Technische Kommunikation

Das Berufsfeld vom Informationsbedarf bis zur Auslieferung. Dazu gehören auch Übersetzung, Terminologie sowie Illustration und Medien.

ÜbersetzungTerminologieGrafik, Video, AR
Die Organisation

Technische Redaktion

Die Einheit, die Inhalte ermittelt, strukturiert und formuliert. Mit Informationslogistik und Service bildet sie die drei Rollen unseres Modells.

RedaktionInformationslogistikService
Das Ergebnis

Technische Dokumentation

Die Informationsprodukte, die beim Kunden und im Service ankommen.

BetriebsanleitungWartungsplanErsatzteilkatalogOnline-Hilfe und PortalVideo- und AR-AnleitungSchulungsunterlagen
Der Wandel

Vom Handbuch zum Topic mit Metadaten

Die Arbeit verschiebt sich vom linear gelesenen Dokument zu eigenständigen, wiederverwendbaren Einheiten. Metadaten steuern dann, welche Inhalte wer in welchem Moment bekommt.

Umschalten und zusehen, wie das Handbuch zerfällt
Betriebsanleitung VM-400 · PDF · 148 SeitenEin Dokument
2.1Funktionsweise Siegelstation
Metadaten
TypConcept
ProduktVM-400
ZielgruppeBedienung
5.3Luftfilterelement wechseln
Metadaten
TypTask
ZielgruppeService
Intervall500 h
9.1Technische Daten
Metadaten
TypReference
VarianteVM-400 EU
QuellePLM
7.4Störung E-214 beheben
Metadaten
TypTroubleshooting
FehlercodeE-214
ZielgruppeService
10.2Ersatzteile Siegelstation
Metadaten
TypReference
KomponenteSiegelstation
QuelleStückliste
1.2Sicherheitshinweise
Metadaten
TypConcept
SubjectSafety
Gilt füralle Produkte
Ausgabe: PDF
Informationseinheit
Dokument oder Handbuch, linear gelesenTopic als eigenständige, wiederverwendbare Einheit
Ausgabe
Statisches PDFTopic-basiert über Content-Delivery-Plattformen
Metadaten
Pflege für Varianten im RedaktionssystemSteuern Auswahl und Auslieferung
Datenbeschaffung
Manuell aus Silos zusammengetragenVerknüpft und generiert aus ERP, PLM und CAD
Kontext
Suche im DokumentInformation im Moment des Fehlers, passend zum Gerät
Adressat
MenschMensch und KI-Agenten
Rolle der Redaktion
Autorin oder AutorModeration mit KI als Assistenz, Content Engineering als eigene Rolle
Unser Modell

Content Operating Model

Drei Rollen verbinden vier Ebenen, von der Erstellung bis zur Nutzung im Feld. Die Rückmeldung aus dem Service fließt zurück. Wählen Sie eine Rolle, um zu sehen, wo sie arbeitet.

Technische Redaktion
Informationslogistik
Service
Ebene 1

Content Creation

Autorensystem
Module und Metadaten
Ebene 2

Content Management

CCMS
Freigegebene Inhalte
Ebene 3

Content Delivery

Content-Delivery-Portal
Inhalte im Kontext
Ebene 4

Content Consumption

Mobiles Endgerät
Rückmeldung aus dem Feld
Gesamtbild

Drei Rollen, vier Ebenen, ein Kreislauf

Inhalte entstehen in der Redaktion, werden im CCMS verwaltet, über das Portal ausgeliefert und im Feld genutzt. Was der Service vor Ort erlebt, fließt als Rückmeldung zurück.

Redaktionssystem = Autorensystem + CCMS (Component Content Management System). Informationslogistik = Informationsarchitektur + Logistik.

Zwei Arbeitsmodi

Nicht jede Redaktionsarbeit ist Schreiben

Beschreibungen und Anleitungen werden verfasst. Kataloge und Wartungspläne werden aus Leitdaten wie Stücklisten, CAD und PLM zugeordnet und abgeleitet. Genau dort setzt unsere Erfahrung aus PLM- und Digitalisierungsprojekten an.

Leitdaten: Stückliste aus dem PLM
Beispieldaten
ableiten
Ergebnis: Wartungsplan VM-400
Ausgangspunkt
Leitdaten aus Stückliste, CAD, ERP und PLM
Arbeitseinheit
Datensatz, Zuordnung, Intervall
Kernoperation
Zuordnen, abgleichen, Obsoleszenz überwachen
Qualitätsmaßstab
Vollständigkeit, richtige Zuordnung, Aktualität
Quellen und Feldwissen
Änderungsmitteilung ÄM-2291
Neuer Filtertyp ab Seriennummer 40-1180, Befestigung mit Schnellverschluss
Servicebericht
Filterabdeckung lässt sich nur mit Torx T20 öffnen, nicht wie beschrieben von Hand
Terminologie
„Luftfilterelement“ statt „Filtereinsatz“ verwenden
Beispieldaten
verfassen
Ergebnis: Topic

Luftfilterelement wechseln

Task
VorsichtMaschine vor Beginn spannungsfrei schalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
VM-400 ab SN 40-1180Service500 h
Ausgangspunkt
Fachwissen, Quellen, Feldwissen
Arbeitseinheit
Topic oder Modul
Kernoperation
Formulieren, modularisieren, Terminologie sichern
Qualitätsmaßstab
Verständlichkeit, Normkonformität

Ein Informationstyp, zwei Wege

Derselbe Informationstyp kann geschrieben oder aus Daten abgeleitet werden. Konzept und Katalog sind eindeutig. Die Diagnose braucht beide Modi: Texte für Symptom und Abhilfe, Daten für Fehlercodes und Teile. Ein Modus ist keine Stelle: Eine Rolle kann beide haben.

Was die Arbeit verändert

Drei Treiber wirken gleichzeitig

Technologie macht neue Arbeitsweisen möglich. Standards schaffen die Struktur dafür. Regulierung legt fest, was Inhalte und Daten künftig leisten müssen.

Digitaler Produktpass (ESPR, (EU) 2024/1781)Kommt je Produktgruppe, frühestens 18 Monate nach dem jeweiligen Rechtsakt. Produktdaten und Dokumente müssen dann maschinenlesbar bereitstehen.
< 15 %

der Redaktionen nutzen ein standardkonformes Klassifikationsmodell.

Quelle: tekom, Die Technische Kommunikation im Aufbruch zur Digitalisierung, 2023

Ein Zweck, vier Standards

Jeder Standard benennt dieselbe Information anders. Wählen Sie einen Zweck und sehen Sie, wie er in den Standards heißt.

Grundtypen: Wozu dient die Information?

Wiederverwendung

Ein Topic wird einmal geschrieben und in vielen Produkten genutzt.

Metadatensteuerung

Metadaten bestimmen, welcher Inhalt in welche Ausgabe gelangt.

Datenableitung

Listen und Wartungsintervalle entstehen direkt aus den Metadaten.

> 60 %

der Unternehmen empfehlen oder dulden KI in der Technischen Kommunikation.

Quelle: Görs/Parson, Umfrage zur KI-Nutzung, tekom-Jahrestagung 2024

KI von Assistenz bis autonom

Heute
Formulierungshilfe auf Abruf
Morgen
Agenten erkennen Änderungen, sammeln Quellen und schlagen Module vor

Regelbasierte Automatisierung

Heute
Workflows im Redaktionssystem
Morgen
Kataloge und Wartungspläne entstehen direkt aus Leitdaten

Content-Delivery-Plattformen

Heute
Ein PDF für alle
Morgen
Inhalte nach Seriennummer, Gerät und Situation
Wie viel Autonomie passt zu welcher Aufgabe? Zu den fünf Stufen
Struktur vor Autonomie

Je mehr eine KI selbstständig erledigen soll, desto stärker braucht sie strukturierte Inhalte und saubere Metadaten. Regulierung kann zugleich eine Obergrenze setzen.

KI in der Redaktion

Wie viel Autonomie passt zu welcher Aufgabe?

Wir beschreiben KI-Autonomie in fünf Stufen, nach der Rolle des Menschen. Die Stufe ist eine Gestaltungsentscheidung, die je Aufgabe getroffen wird.

Mensch
System
Anteil der Steuerung, schematisch
Obergrenze je AufgabeRisiko, Verantwortung und Regulierung begrenzen die zulässige Stufe. Die Freigabeentscheidung bleibt zum Beispiel höchstens auf L4.
L3

Consultant

Die KI führt und fragt den Menschen nach Expertise und Präferenzen.

Selbstcheck

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Ihre Einordnung
0 von 6 Fragen beantwortet
1
Dokumentbasiert
Handbücher, manuelle Datenübernahme
2
Im Übergang
Erste Module, Metadaten teilweise
3
Modular und datengetrieben
Topics, PLM-Anbindung, Rückkanal

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